Ich habe gestern den Dienst Borderlinx vorgestellt und erwähnt, dass ich mit diesem nur in Berührung kam, weil ich mir bei ebay UK etwas ersteigern wollte. Welches Gerät kann das wohl nur sein, dass ich dort günstiger bekommen wollte?
Natürlich ein iPhone.
Mein Handy-Nutzungsverhalten
Mein Handy sollte schon immer mehr können, als nur telefonieren. So habe ich schon auf Windows Mobile unzählige Programme ausprobiert, um unterwegs auf RSS-Feeds, Mails, Notizen in der Cloud usw. zugreifen zu können. Das hat grundsätzlich auch funktioniert, aber es war doch immer etwas umständlich und nicht so handlich.
Das Bearbeiten von Dokumenten beschränkt sich bei mir auf Notizen, insofern brauche ich auch keine feste Tastatur, wie sie vielleicht für andere notwendig ist. Am wichtigsten ist aber sicherlich, dass die Kontakte und Termine auf dem Gerät stets so aktuell sein sollen wie auf meinem Rechner daheim. Die beruflichen Termine sollen aber auch vorhanden sein. Zu guter letzt probiere ich gerne mal was Neues aus.
Warum musste es unbedingt ein iPhone sein?
Ich habe in den vergangenen Jahren verschiedenste Handys und PDA’s benutzt (Windows Mobile) und war eigentlich soweit auch ganz zufrieden. Dabei habe ich so ziemlich jede Oberfläche und Anpassung ausprobiert, um eine schnelle und praktische Bedienung zu erreichen. Dies hat mich viel Zeit gekostet aberich kam nie an den Punkt, wo ich sagen konnte: Genau so soll es sein. Ich war also zufrieden, aber irgendwie auch wieder nicht.
Jeder kennt mittlerweile Apple und seine Produkte, aber es ist noch gar nicht solange her, da waren diesen Produkte nur etwas für eine spezielle “Spezies”: Freaks und Designer. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mehr damit beschäftigt und über Apple Produkte gelesen. So folgt dann auch irgendwann der Entschluss, so einen Mac will ich haben. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut. Es ist einfach ein Erlebnis mit einem Mac zu arbeiten. Aus dieser Erfahrung heraus kam ich zwangsläufig auch zum iPhone. Hier setzt sich das Erlebnis fort und bildet zusammen mit dem Mac einfach ein “Kunstwerk”, anders kann man es gar nicht formulieren.
Meine Erfahrungen nach einem Monat mit dem iPhone
Die Bedienung des iPhone ist so simple und intutiv, dass man nach wenigen Minuten damit zurechtkommt. Das Bedienkonzept ist so genial, dass meine 3-jährige Tochter nach etwas Zusehen wusste, wie man Bilder anschaut, Programme öffnet und wechselt und Spiele bedient. Es gibt mittlerweile sogar einige schöne Spiele, die für Kindergartenkinder geeignet sind, aber das ist Thema für einen anderen Blogpost.
Beispiel: Installation eines Programms oder wie man jetzt sagt: einer “App”
Bei Windows Mobile habe ich eine App auf der Entwicklerseite oder einer Shoppingseite gekauft, heruntergeladen und dann entweder über Active Sync installiert oder das *.cab-File auf den PDA kopiert und ausgeführt. Vorher musste ich mich meist noch irgendwo registrieren und auf eine Mail mit einer Seriennummer warten. Den AppStore von Apple kann ich entweder über meinen Rechner oder über das iPhone öffnen und nach der Auswahl wird die App heruntergeladen und installiert. Wenn ich das über den Rechner getan habe, muss ich das iPhone nochmal synchronisieren. Der gesamte Prozess ist aber wesentlicher einfacher und schneller. Und er ist immer gleich, egal welche App der Anwender haben will.
Man kann oft lesen, dass man sich mit einem iPhone an Apple bindet und nur die Apps nutzen kann, die Apple im AppStore zulässt. Aber mal im Ernst, die Auswahl an Apps ist jetzt schon größer, als sie es jemals für Windows Mobile war, auch wenn natürlich auch einiges an unnützem Zeug dabei ist. Apples Beschränkungspolitik finde ich gar nicht verkehrt, Apple sollte nur die Kriterien transparenter gestalten.
Immer wieder wird kritisiert, dass das iPhone kein Multitasking kann. Ich kann dazu nur sagen, ich habe Multitasking auf dem PDA wenn möglich vermieden, weil mir die Programme sonst den Speicher gefüllt haben und alles langsamer wurde. Darüber hinaus habe ich noch keine wirkliche Notwendigkeit für Multitasking auf einem Handy/PDA gehabt.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich hat das iPhone auch noch einige kleine Schwachpunkte, es ist jedoch nach meiner Einschätzung aktuell das Bedienerfreundlichste Gerät bei dem einfach alle Komponenten wie Hardware, Software und Zubehör eine perfekte Einheit bilden.
